Zu Gast in Salzburgs Nepal

IMG_0844

Ram Biswakarma in nepalesischer Tracht

Die schweren Erdbeben in Nepal haben Land und Menschen gezeichnet. Voll waren die Nachrichten von kaputten Gebäuden und zerstörten Leben. Wie kann man helfen? Ganz klar: Hinfahren! Wer sich das noch nicht recht vorstellen kann – der sollte einmal bei Ram Biswakarma vorbeischauen.

Bereits an der Eingangstür des Kathmandu im edlen Salzburger Stadtteil Riedenburg hüllt einen dieser ganz besondere Flair ein. Es sind die Gebetsfahnen, die an einem Seil im Wind flattern, es ist die eher einfache und doch charmante Weise, wie sich das Restaurant nach außen präsentiert. Man tritt hinein in die gute Stube – und wird herzlich Willkommen geheißen.

IMG_0824

Auf dem Bild ist vermutlich der große Phewa-Lake bei der zweitgrößten Stadt Pokhara abgebildet. Es hängt im großen Speisezimmer im Kathmandu.

Die Gastfreundschaft der Nepalesen

Das, was Reisende vom Land der hohen Berge und gleichzeitig auch der weltweit viertärmsten Menschen berichten, ist einschlägig: Liebe Menschen seien das. Menschen, die einem auch dann noch etwas geben, wenn sie selbst kaum etwas haben.

Tatsächlich ist es nicht das freundliche “Namaste”, nicht die Geste, bei der beiden Hände über der Stirn gefaltet werden – es sind die Menschen selber, die etwas ausstrahlen, das man inmitten von Karrieregeilheit und ambitioniertem Streben fast vergisst: Ruhe und innerer Frohsinn.

So sieht es im Inneren aus. Dazu denken muss man sich einen köstlichen Duft nach frisch Gebratenem, Indischen und Asiatischen.

So sieht es im Inneren aus. Dazu denken muss man sich einen köstlichen Duft nach frisch Gebratenem, Indischem und Asiatischem.

Eine nepalesisch-österreichische Freundschaft

Wie Biswakarma nach Österreich kam, ist eine Geschichte für sich. Es war ein österreichischer Weltreisender, der ihm damals in Nepal begegnete und von ihm herzlich aufgenommen wurde. Als Dankeschön lud der Tiroler seinen Freund zu sich nach Hause ein – der Nepalese folgte der Einladung. Auch, um seiner Familie einmal ein besseres Leben bieten zu können, als das in seiner Heimat möglich war.

Knödel und Schweinsbraten stellen zu der Küche Nepals, die ihre Einflüsse aus dem angrenzenden Indien bezieht, einen herben Kontrast dar. Die Küche seiner Heimat vermisste Bisakarma schmerzlich. Nach einigen Jahren als Angestellter in der Gastronomie, blieb für Biswakarma eigentlich nur ein logischer Schluss: Sein eigenes nepalesisches Restaurant zu gründen.

"Momo" heißen diese köstlich gefüllten Bällchen.

“Momo” heißen diese köstlich gefüllten Bällchen.

Und was kann man da essen?

Wirklich feine Sachen. “Dal Bhat Masu”, “Kukhura Kathmandu” und “Pokhareli Machli” – das sind nur ein paar der exotischen Namen, die die Speisen auf der liebevoll eingefassten Karte tragen. Auf Deutsch: “Hühnercurry mit Linsensauce”, “Hühnerfilet in Kokosnuss-Fenchel-Sesamcurrysauce” und “Zanderfilet auf glasiertem Gemüse mit Currysauce”. Wer traditionell nepalesisch speisen möchte, wählt die sogenannten “Thali”: In jedem der sechs kleinen silbernen Töpfchen versteckt sich eine andere Köstlichkeit.

Nach einem Abend im Kathmandu steigt man aus dem Restaurant wie aus einem Flugzeug zurück ins heimische Salzburg. Und ist der Kultur Nepals doch zumindest ein Stückchen näher gekommen. In diesem Sinne: Namaste!

 

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s