Knipsend durch die Tierwelt

stickler

Den regelmäßigen Terminen als Hochzeits- und Tourismusfotograf hat es der Wildlife-Experte wohl zu verdanken, dass Marc Stickler Jeans und Shirt nicht längst gegen den Lendenschurz eingetauscht hat.

Er schlägt sich furchtlos durch den Dschungel, verbrachte ein Jahr lang mit botswanischen Pavianen und weiß, dass mit einer wütenden Löwin nicht gut Kirschen essen ist. Es ist keine Frage: Das Leben des Marc Stickler ist ein außergewöhnliches.

Ganz furchtlos ist der Biologe und Fotograf tatsächlich dann doch nicht. Auf seinen Reisen, die Marc von der Steppe über Traumstrände bis an besagten Urwald führen, fühlte er sich bereits manches Male dem Tode nahe. “Gerade die Nilpferde sind ganz schön aggressiv”, erzählt der 30-Jährige. Doch auch Krokodile, Elefanten und Raubkatzen brachten ihn schon an seine Grenzen.

Marc Stickler ist ein gebürtiger Leobener, lebt jedoch in Salzburg seit er ein Jahr alt ist. Zu seinem Amt als Nikon-Botschafter, in dem er “liebend gerne jedem per Skype ein paar Kniffe und Tricks über das Fotografieren zeigt”, gelangte er durch seine besondere Liebe: zur Natur und zu Tieren.

Salzburgs Spiderman

Es war keine im eigentlichen Sinne freundliche Begegnung mit tierischen Wesen, die die Begeisterung für die Welt der Fauna wecken sollte. Mit frischgebackener Matura machte sich Marc auf nach Australien, um am Duft des anderen Weltendes zu schnuppern. Das tat er unerfreulicherweise eines Abends parallel zu einem giftigen Achtbeiner – der Tarantula war nicht zu Scherzen zumute und biss einmal kräftig in des Burschen Oberarm.

Fäden aus seinen Händen schießen kann Marc immer noch nicht, nach drei Wochen Intensivstation durfte er das Hospital jedoch gesund und munter verlassen. Das Spinnengift hatte wohl eine magische Wirkung: Ab hier ist der damals 20-Jährige gefesselt vom Reich der Tiere und beschließt, Biologe zu werden.

Von den Bahamas nach Botswana

Forschungsarbeiten auf den Bahamas, Tauchgänge durch die Tiefen des Ozeans und Intendant auf dem Discovery Chanel: Von den klassischen Gefilden eines Salzburger Biologie-Studenten schwebte der Tier-Fan bereits früh hinauf auf höhere Sphären, die ihn nicht zuletzt zum Primatenzentrum der Universität Göttingen trugen. Konkret hieß das: Ein Jahr nach Botswana, das Sozialverhalten der dort ansässigen Paviane studieren.

Tag für Tag aus dem Zelt aufgestanden und auf Steh-Paddel-Booten ging es nun auf die Suche nach den lieben Pavianen. Doch Begegnung machte man freilich nicht nur mit diesen. “Plötzlich hast du ein Rudel Löwen vor dir stehen.” Nicht in die Augen sehen, ruhig bleiben, unter keinen Umständen weglaufen – keine einfache Devise angesichts des Raubkatzen-Teams, das einen mal eben zum Frühstück verputzen könnte. Doch Marc überlebte nicht nur die Löwen, sondern auch die Krokodile, Nashörner, Nilpferde und Schlangen. Sein Geheimnis? “Respekt vor der Natur!”

“Den Planeten schützen!”

Sensationslüsterne Fotografie kann man dem Biologen nicht vorwerfen. Von Angesicht zu Angesicht dem Tier gegenüber entstehen Bilder, die von Nähe und Liebe gegenüber den Geschöpfen der Erde zeugen. “Mir ist wichtig, dass die Menschen verstehen, dass wir unseren Planeten schützen müssen – für uns und für diese wunderschönen Kreaturen!”

Als wäre das nicht schon genug des Gutmenschtums setzt sich Marc auch für die Bewohner seiner besuchten Länder, oftmals Entwicklungsländer, ein, verteilt gerne Blöcke und Stifte. Schönstes Erlebnis mit Menschen? Ein Mädchen malte ihm einmal ein Bild, sie und er, Hand in Hand, “da hatte ich Wasser in den Augen.” Schönstes Erlebnis mit Tieren? “Der Elefant Fritz! Wir haben uns nur langsam einander genähert – er hat mich jeden Tag am Zeltplatz in Botswana besucht. Bis wir irgendwann per Du waren.”

 

Schaut’s euch an:
Marc Sticklers Fotos sind derzeit im Café Classic am Makartplatz zu besichtigen!

Weiteres zu Marc Stickler: www.marcstickler.at

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